111 Millionen Euro für verfolgte Christen

Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ präsentiert den Jahresbericht 2018 – verstärkte Hilfe im Nahen Osten

Rom (KNA/DT) Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat seine Aktivitäten vor allem im Nahen Osten deutlich verstärkt. Ein Viertel aller Spenden sei im vergangenen Jahr in die Region geflossen, heißt es im Jahresbericht 2018, den die Organisation in Rom vorstellte. Insgesamt vergab „Kirche in Not“ demnach gut 111 Millionen Euro an Bistümer und Kirchengemeinden in 139 Ländern, in denen Christen besonders verfolgt und bedrängt sind. Der größte Teil in Höhe von 27 Prozent ging nach Afrika, der Nahe Osten folgt mit 25 Prozent. Dort habe man besonders in Syrien helfen müssen; gut 8, 6 Millionen Euro gab das Hilfswerk in das vom Bürgerkrieg geschundene Land. In Absprache mit dem Vatikan unterstütze „Kirche in Not“ vor allem die Christen, die in dem Land bleiben wollten, so Thomas Heine-Geldern, Exekutivpräsident des Werkes. Seit Beginn des sogenannten Arabischen Frühlings im Jahr 2011 habe man in der Nahost-Region fast 100 Millionen Euro verteilt. In der Liste der Spendenempfänger folgen nach Syrien der Irak, Indien, die Ukraine und die Demokratische Republik Kongo. Das meiste Geld, ein knappes Drittel, sei in Bau- und Wiederaufbauprojekte von Kirchen und anderen kirchlichen Gebäuden geflossen. An zweiter Stelle folgte den Angaben zufolge die Unterstützung für den Lebensunterhalt von rund 40 500 Priestern. Deren Ausbildung sowie die von Seminaristen, aber auch von gut 14 000 Katecheten und anderen Laienmitarbeitern folgte an dritter Stelle. Des Weiteren unterstützte „Kirche in Not“ die Anschaffung von Fahrzeugen sowie die Arbeit christlicher Medien.

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