Sexuelle Orientierungen

Ab heute eine Sonderbriefmarke zum 150. Geburtstag. Von Magnus Hirschfeld

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gibt heute zum Anlass des 150. Geburtstags ihres Gründers die Sonderbriefmarke „150 Jahre Magnus Hirschfeld“ heraus. Auf der bunten Briefmarke sind die beiden Geschlechtersymbole abgebildet. Die 70-Cent-Briefmarke wird am 19. Juli in einer Festveranstaltung im Berliner Centrum Judaicum durch die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gemeinsam mit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft vorgestellt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, Christine Lambrecht, wird das neue Sonderpostwertzeichen präsentieren und Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin, wird unter anderen die Gäste begrüßen.

„Wissen schafft Akzeptanz“, heißt es aus der Bundesstiftung, und weiter „Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) ist nach Dr. Magnus Hirschfeld (1868–1935), Arzt, Sexualreformer und Mitbegründer der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, benannt. Sie initiiert und fördert Projekte in Forschung, Bildung und Erinnerung und wirkt mit ihrer Arbeit einer gesellschaftlichen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Personen (Abkürzung: LSBTTIQ) in Deutschland entgegen.“

Im Rahmen der Vorstellung der Briefmarke wird es Vorträge zum Engagement Magnus Hirschfelds für Transsexuelle und Intersexuelle geben und es wird auf Frauen hingewiesen, die eine ebenso große Bedeutung für die nachfolgenden homosexuellen Emanzipationsbewegungen hatten. Zu den Projekten der Bundesstiftung gehört das von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte „Refugees and Queers“, bei dem es um die sexuelle Orientierung bei Asylanten geht, um die „queer Geflüchteten“. AR

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