Glosse

Rätselhafte Durchsagen

Was sind die letzten Rätsel der Menschheit, die noch gelöst werden müssen? Viel Forschungsbedarf.
Die Preise steigen: Worauf Sie beim Einkaufen achten sollten
Foto: Benjamin Nolte (dpa-mag) | Geheimcodes in Supermärkten: Die Nummer 17 oder 7 wird häufig benutzt, um auszudrücken, dass jemand auf die Toilette oder einer anderen dringenden Tätigkeit nachgehen muss, die keinen Aufschub duldet.

Fast alle Rätsel unseres Daseins sind gelöst. Das menschliche Genom ist bekannt und steht mittlerweile auf der Rückseite von Müsliriegel-Verpackungen. Das Universum ist weitestgehend abfotografiert und gefilmt. Wir wissen um den Treibhauseffekt. Die restlichen spannenden Fragen des Daseins klärt die „Sendung mit der Maus”. Ergo: Es beginnt, langweilig zu werden. Gut, es bleibt die Rätselseite in der Tageszeitung, die ewige Frage nach dem „fränkischen Hausflur” und dem „Nebenfluss der Elbe”. Aber für so etwas hat man Eltern. Oder Google. Keine echten Rätsel.

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Kryptische Durchsagen im Supermarkt

Wenn es nicht diese kryptischen Durchsagen im Supermarkt gäbe, hätte die Forschung längst Feierabend: „38 bitte 67!” – „Zweineunundvierzig!” – „Danke!” Oder im Zug: „Hinterer Zugteil für Zugführer!” Ja, was denn? Und wer ist „67“? Worauf bezieht sich die Preisangabe? Und warum bedankt sich „38”? Ist es denn überhaupt eine Preisangabe: Zweineunundvierzig? Könnte es nicht auch eine Antwort sein auf die Frage: „Wo läge der Hochspungweltrekord der Frauen in drei Jahren, wenn man künftig auf Dopingkontrollen verzichtet?” Fragen über Fragen. Der Forschungsstandort Deutschland ist gesichert.

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