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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Ulf Poschardt im Interview

„Wir müssen das Christentum intellektuell militarisieren“

Ulf Poschardt spricht vom „Fightbürger“ und schwärmt von Ratzinger. Im Interview erklärt er, warum die offene Gesellschaft wehrhaft sein muss und was ihn am Katholizismus anzieht.
Ulf Poschardt
Foto: Theo Hoenhorst | Publizist Ulf Poschardt glaubt an den Westen und geht in die Kirche. 2025 erschien von ihm der Buchessay „Shitbürgertum“, 2026 folgte „Bückbürgertum“. Poschardt war von 2016 bis 2024 Chefredakteur der „Welt“ und bis Juni 2026 ihr Herausgeber.

Sie sprechen vom Shitbürger, vom Bückbürger und jetzt vom Fightbürger. Was ist das für eine Geschichte? Eine Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik. Das Shitbürgertum hat die kulturelle Dominanz erkämpft und das Bürgertum nach links missioniert. Das muss man ihm lassen: Es hat seinen Job ebenso erfolgreich gemacht wie die katholischen Missionare in Afrika. Das Bückbürgertum wurde mit jedem verlorenen Kulturkampf ängstlicher und willfähriger. Für die Leser der „Tagespost“: Am Ende steht die Prostratio vor dem Zeitgeist. Ratzinger beschreibt die Demut vor Gott; der Bückbürger wirft sich vor dem Zeitgeist hin. Sie sprechen beiden das Bürgerlichsein ab. Wer ist denn dann überhaupt noch Bürger? Der Fightbürger. Bürgerlich ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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