Wenn ein öffentlich-rechtliches Programm den Schattenseiten der sexuellen Revolution 45 Minuten einräumt, dann ist das zu begrüßen. Die 3sat-Doku „Das Kentler-Experiment – Staatlich finanzierter Kindesmissbrauch“ zeigt entlang von zum Teil schockierenden audiovisuellen Zeitdokumenten auf, dass eine erwachsene Übergriffe in Kauf nehmende sexuelle „Befreiung“ der Kinder untrennbar zur DNA der Post-68er gehört. Die Produzenten zeichnen nach, wie Helmut Kentler im Laufe der 70er-Jahre mit seiner „emanzipatorischen Sexualpädagogik“ zu der bundesweit gefragtesten Autorität auf dem Gebiet der Sexualerziehung wurde.
Wenn der ÖRR über Kentler spricht
Es war nicht alles schlecht, oder wie? Die Doku über den Missbrauchstäter und Pädagogen Helmut Kentler bei 3Sat bietet nichts Neues, dafür aber einen großen blinden Fleck.
