Erlebt Hamburg gerade eine Neuauflage der „Spiegel-Affäre“ von 1962? Im Verlagshaus der „Zeit“ am Speersort jedenfalls ist die Aufregung groß. Genau hier hatte früher auch der „Spiegel“ seinen Sitz, bevor man in das schicke Kallmorgen-Gebäude mit dem ästhetisch anspruchsvollen Pantone-Interieur an der Brandstwiete 19 umzog. Heute wird hier am Speersort nur die erfolgreiche Wochenzeitung „Zeit“ erstellt – und wie einen Penatenaltar hütet man als Gedenk-Mausoleum das alte Arbeitszimmer des verstorbenen Alt-Bundeskanzlers und „Zeit“-Herausgebers Helmut Schmidt.
Viel „Zeit“ und wenig „Spiegel“
Keine neue „Spiegel“-Affäre: Der angebliche Presseskandal um die Beschlagnahmung von Tonaufzeichnungen in der „Zeit“-Redaktion hat andere Hintergründe.
