Den Vergleich zu den Großen scheut man nicht. Unter den ersten Artikeln, mit denen die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ am vergangenen Freitag ihre Onlineausgabe startete, konnte der geneigte Leser eine Erörterung über den schwachen Absatz der jüngst 80 Jahre alt gewordenen „ZEIT“ in den (nicht mehr ganz so) neuen Bundesländern finden. Dass dabei eine zu große Regierungsnähe und eine Ausblendung ostdeutscher Realitäten bemängelt wurden, darf man als Kampfansage an die Konkurrenz verstehen. Es lässt zugleich auch in das Selbstverständnis der neuen Wochenzeitung blicken, die von Dresden aus online und freitäglich in 43.000 Exemplaren gedruckt erscheinen soll.
Ist das die Stimme der vernachlässigten Ostdeutschen?
Mit der „Ostdeutschen Allgemeinen“ will das Verlegerehepaar Friedrich ein geografisches Ungleichgewicht unter den Wochenzeitungen korrigieren. Gelingt das? Wir haben einen Blick in die erste Ausgabe geworfen.
