Schon zu Zeiten von Axel Springer galt: Wer wissen wollte, wie der Verleger die Welt sieht, der musste sie lesen. Mathias Döpfner, der einmal als Chefredakteur, eben genau bei der „Welt“, seinen Weg in dem Medienunternehmen gestartet hat, seit über zwei Jahrzehnten Vorstandsvorsitzender ist und seit vergangenem Jahr zusammen mit Verlegerwitwe Friede Springer auch 95 Prozent der Anteile hält, steht ganz in dieser Tradition. Von Zeit zu Zeit erscheinen von ihm umfangreiche Gastbeiträge, die sich auch wie verlegerische Regierungserklärungen lesen lassen, mit denen er den Kurs für sein Haus ausgibt. Zuletzt war es am vergangenen Dienstag wieder so weit. Das passte aus zweierlei Gründen.
Die „Welt“ ist nicht genug
Eine Tageszeitung wird 80. „Die Welt“ ist aber auch das publizistische Flaggschiff von Springer. Und dort denkt man verlegerisch schon lange über Deutschland hinaus.
