Editionsarbeit ist besonders wertvoll, wenn sie nicht nur Texte bewahrt, sondern Begegnungen ermöglicht. Das vorliegende Buch, sorgfältig ediert und kenntnisreich erschlossen von Manuel Schlögl, ist ein solches Werk. Es bringt zwei Gestalten zusammen, die auf den ersten Blick unterschiedlichen theologischen und spirituellen Welten anzugehören scheinen: Hans Urs von Balthasar, den bedeutenden theologischen Denker des 20. Jahrhunderts, und Thérèse von Lisieux, die junge Karmelitin, Kirchenlehrerin und Zeugin eines radikal evangelischen Vertrauens. Gerade in dieser Konstellation liegt die bleibende Aktualität des Bandes. Manuel Schlögl gelingt es, beide Stimmen so aufeinander zu beziehen, dass sie sich nicht nivellieren, sondern ...
Wider die Abschaffung des religiösen Denkens
Manuel Schlögl beleuchtet spirituelle Texten von Hans Urs von Balthasar und Thérèse von Lisieux.
