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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Tugend ist keine Privatangelegenheit

Die Krise des Liberalismus ist in aller Munde. Der Postliberalismus will dagegen wieder mehr Gemeinwohl wagen. Ein neuer Sammelband lässt Vertreter und Kritiker zu Wort kommen
Patrick Deneen
Foto: IMAGO/Dominic Gwinn (www.imago-images.de) | Prominentester Vertreter des Postliberalismus: Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Patrick Deneen.

Seit gut zehn Jahren geistert die Rede vom „Postliberalismus“ durch die Medien und Debatten. Größere Aufmerksamkeit verdankt der Begriff profilierten Denkern wie dem Politikwissenschaftler Patrick Deneen, aber vor allem auch der Tatsache, dass mit J.D. Vance ein Sympathisant des Postliberalismus Vizepräsident der USA ist. Es ist Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann zu verdanken, dass nun zum ersten Mal ein deutschsprachiger Sammelband zum Postliberalismus vorliegt. Unterschieden werden eine stärker deskriptive und eine stärker normative Seite des Begriffs. Deskriptiv besagt er, dass der Liberalismus in seiner Kombination aus ökonomischem Neoliberalismus und kulturellem Linksliberalismus, wie er spätestens seit den ...

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