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Trost der Erinnerung

Der Lyriker und Weltenbummler Joachim Sartorius wird 80. Sein neuer Gedichtband ist durchzogen von gar nicht so leiser Melancholie.
Mnemosyne
Foto: imago stock&people | Mnemosyne, die griechische Göttin der Erinnerung: Sie hütet auch den Gedächtnisschatz all jener Ereignisse, an denen wir uns im Alter festhalten. Foto: Imago/Itar-Tass

Wenn du alt bist / hast du nur zu viel gesehen / Scherben noch und noch und / Medusen, die Brunnen suchen / Ach, könnten wir die Augen schließen / sie wieder öffnen sehenach, könnten wir sehendas Licht in der Luft / die Muster der Felsen / den Leuchtstoff der Erde / all das und das Meer:Die ganze / jenseits des Menschen / vorhandene funkelnde Welt“ Es ist ein Buch der Trauer geworden. Eine gar nicht so leise Melancholie zieht sich durch den neuen Gedichtband von Joachim Sartorius, der am 19. März 80 Jahre alt wird. Alt kann man ihn nun wohl nennen, und gesehen hat der Weitgereiste gewiss mehr als die meisten Menschen – der Diplomat, Jurist, Intendant, Lyriker und Übersetzer ist in Tunesien, dem Kongo und in Kamerun ...

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