Wenn Erfolgsautor Daniel Kehlmann vom „Donnerschlag“ spricht und die Wochenzeitung „Die Zeit“ bereits von den „Buddenbrooks“ des 21. Jahrhunderts raunt, dann weiß man: Der Literaturbetrieb hat wieder einen seiner fiebrigen Momente. Nelio Biedermann, Jahrgang 2003, Germanistikstudent aus Zürich, hat mit „Lázár“ einen Roman über den Niedergang einer ungarischen Adelsfamilie vorgelegt – und erntet dafür Superlative, die selbst für gestandene Autoren übertrieben wären.
Mehr Marketing als Substanz
Der 22-jährige Schweizer Nelio Biedermann wird gerade als „der neue Zauberer“ gefeiert, sein Familienroman „Lázár“ wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt. Doch hinter dem Marketing-Getöse verbirgt sich ein Roman, der mehr verspricht, als er hält.
