Die protestantische Theologin und Professorin Christiane Tietz hat eine Biografie Friedrich Nietzsches geschrieben, in der sie ihn als religiösen Denker porträtiert. Auf zweihundert, von zahlreichen Quellen gestützten Seiten umreißt sie mit klarer Sachlichkeit und ohne jedes Denunziationsbedürfnis die christlichen Erfahrungen und antichristlichen Erkenntnisse des Pastorensohns. Ihre fast triviale These, dass Nietzsches Werk bis zuletzt christlichen „Denkfiguren“ folge, trägt zur hohen Qualität des Buchs nur indirekt bei.
„Man könnte, mit einiger Toleranz im Ausdruck, Jesus einen ‚freien Geist’ nennen“
Eine neue Nietzsche-Biografie untersucht den Autor des „Antichristen“ als einen Denker, gefangen in den Fängen des Christentums.
