Je ne sais pas“ („Ich weiß nicht“) heißt ein Chanson, das der französische Poet Jacques Brel Ende der Fünfzigerjahre schrieb. Es ist ein melancholisches, aber auch seltsam glückverheißendes Lied, das von Vergänglichkeit und Ewigkeit, existenzieller Ungewissheit und dem Verlust der Illusionen erzählt. Natürlich klingt darin in jedem Vers die Liebe hindurch, dieses mächtige Gefühl, das uns in Abgründe zu stürzen, aber auch der profanen Wirklichkeit zu entheben weiß. „Je ne sais pas“ ist auch die Tonspur des neuen Romans von Stefan Meetschen. Es ist ein Nachhall der Jugend, der sich in einen sphärischen Klang wandelt, anstatt zu verklingen.
Erwachsenwerden
„Coming-of-Age“-Romane gibt es zuhauf. Doch Stefan Meetschen weiß seiner Geschichte einer Initiation eine besondere Note zu geben, auch weil er dem Glauben Raum verschafft.
