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Die falsche Lesebrille für die Bibel

Warum Annette Jantzens Kritik an der vermeintlich patriarchalischen Engführung der katholischen Leseordnung nicht überzeugt.
Foto: Imago/Heritage Images | Nicht zu überhören: Anselm Feuerbach stellte die alttestamentliche Prophetin Miriam 1862 durchaus imposant dar.

Liturgiker kennen Verteilungskämpfe. Das gilt insbesondere beim „Tisch des Wortes“. Wer darf sprechen? Und vor allem: Wer wird gehört? In diese Debatte stößt die katholische Theologin Annette Jantzen mit ihrem Werk „Die ignorierten Frauen der Bibel. Was im Gottesdienst nicht gelesen wird“. Begleitet von einem programmatischen Vorwort der Benediktinerin und Synodalen Philippa Rath, entfaltet das Buch eine fundamentale Anklage gegen die katholische Leseordnung. Die Kernthese greift tief: Durch systematische Kürzungen, Auslassungen und eine selektive Auswahl werde die weibliche Heilsgeschichte gezielt marginalisiert, wenn nicht gar wegzensiert.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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