Er war groß im Kleinen und klein im Großen. Und sein Unglück wollte es, dass er in der Geschichte seinen Platz zwischen einem Vater und einem Sohne fand, die ihn durch überlegene Begabung verdunkeln.“ Mit diesen Worten fällte Friedrich der Große ein vernichtendes Urteil über seinen Großvater Friedrich I., den ersten Preußenkönig. Der „schiefe Fritz“, wie ihn seine Berliner Untertanen wegen eines Buckels nannten, habe „Eitelkeiten mit echter Größe“ verwechselt, sei verschwenderisch gewesen und seinen Günstlingen verfallen. Aber war dieser „kleine und verwachsene Mann“ wirklich ein Schwächling, ein missratenes Ornament der preußischen und damit auch der deutschen Geschichte? Der Kunsthistoriker ...
Der Mann, der den preußischen Staat erfand
War Friedrich I. wirklich nur der „schiefe Fritz“? Der Kunsthistoriker Peter Stephan arbeitet die historische Leistung des ersten Königs von Preußen heraus.
