Die Zeiten sind längst vorbei, als man selbstverständlich in einer Buchhandlung ein Buch jenseits des Mainstreams finden konnte oder gar einen Buchhändler traf, der Sachkenntnis und ein eigenes Urteil besaß. Heute ist das eher die Ausnahme. In meiner Heimatstadt Münster gab es Mitte der siebziger Jahre noch echte Führer durch den Irrgarten der Literatur. Und vor allen Dingen bei Poertgen-Herder eine theologische Abteilung mit katholischen Romanen. Zu ihnen gehörten die Werke von Georges Bernanos (1888–1948).
Das Comeback des Landpfarrers
Die große Zeit des katholischen Romans ist vorbei. Und doch veröffentlicht 90 Jahre nach Erscheinen einer der angesagtesten Verlage das „Tagebuch eines Landpfarrers“ von Georges Bernanos neu. Über den Reiz eines Klassikers.
