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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Botschaft der Dauer

Das Daodejing ist eines der ältesten Weisheitsbücher Chinas. Es irritiert das westliche Machbarkeitsdenken und mutet stellenweise sogar jesuanisch an.
Daodejing
Foto: Imago/China Foto Press | Ein Besucher betrachtet das weltweit größte Kalligraphiewerk des „Daodejing“, das der chinesische Kalligraph Luo Sangui im Rahmen der „Grand Art Exhibition“ 2014 in Nanjing geschaffen hat.

Den Charakter des Daodejing (früher oft „Tao-te-king“ geschrieben) kann man am besten mit einem alten Wort beschreiben: erhaben. Erhaben ist die strenge Form, die Sprache, die durch immer neue Parallelismen, Chiasmen und wiederkehrende Wortgefüge wie in Stein gemeißelt wirkt. Erhaben ist auch der Inhalt, der in immer neuen Rätselbildern und Paradoxien von den beiden Begriffen handelt, um die sich alles im Daodejing dreht: vom „dao“, dem Weg, und von „de“, der Tugend eines dem Weg gemäßen Lebens. Wer diese Tugend verwirklicht, der ist für das Daodejing ein „Heiliger Mensch“, ein „Wissender“.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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