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Kommentar: Das Gute bleibt spannend

Von Professor Jörg Splett

P. Engelbert Recktenwald verdanken wir eine, nein: die erhellende Arbeit zum berühmten Argument Anselms von Canterbury, der von dem Gedanken ausging, Gott sei der, über den hinaus nichts Größeres = Besseres gedacht werden könne: Die ethische Struktur des Denkens von Anselm von Canterbury (Heidelberg 1998). Gegen die eigentümliche These, das Gute sei langweilig, hat er – am 1. Juli im Feuilleton dieser Zeitung – ins Feld geführt, das Gute sei spannend, weil es sich bewähren müsse. Das trifft zu – und hat Folgerungen bis in die sogenannte „Theodizee“ = Rechtfertigung Gottes.

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