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Kardinal Galen hat Hitler die Stirn geboten

Für das Theater Münster hat Thorsten Schmid-Kapfenburg eine Oper über Clemens August Kardinal von Galen geschrieben.
Galen - eine Oper
Foto: Oliver Berg | Bischof Galen (Gregor Dalal, rechts) hört eine Rede von Alfred Rosenberg im Volksempfänger zu Hause im Bischöflichen Hof in Münster.

Nur ein Name steht da: Galen. Kein Titel, keine Beschreibung. Wäre „Der Löwe von Münster“ nicht ein viel attraktiverer Titel gewesen? Aber der Schriftsteller Stefan Moster und der Komponist Thorsten Schmid-Kapfenburg nannten ihre Oper einfach nur „Galen“. Der Bischof von Münster, entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und ihrer Ideologie, sollte als Mensch auf der Bühne auftauchen, nicht als Amtsträger, nicht als Subjekt der Verehrung. Am Theater Münster wurde die Oper uraufgeführt; nach über drei Stunden, die wie im Flug vergehen, bleibt das Auditorium lange Sekunden still, bis der Beifall einsetzt.

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