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Subkulturelle Totschlag-Vokabel: Blackpilled 

Empörung ist oft nur ein starker Affekt und eine unzulässige Abkürzung für einen notwendigen Weg. 
Die Enthüllung der Wahrheit ist oft eine Zumutung, die es zu ertragen gilt. „Verweilung 2“, Barbara Back (2012), Molton; Schenkung Harald Johann, Dittelbrunn; Museum am Dom, Würzburg.
Foto: Brinker | Die Enthüllung der Wahrheit ist oft eine Zumutung, die es zu ertragen gilt. „Verweilung 2“, Barbara Back (2012), Molton; Schenkung Harald Johann, Dittelbrunn; Museum am Dom, Würzburg.

Ein Saal, ein Büchertisch, ein Abendprogramm. Ein Buch wird vorgestellt, die Autorin ist nicht anwesend. Man spricht über Text und Person, über Ton und Haltung. Dann fällt ein Wort: „blackpilled“. Gemeint ist offenbar nicht nur ein Text, sondern ein Mensch. Eine Begründung folgt nicht. Kurz darauf der Zusatz: „Christen dürfen nicht so sein.“ Es ist einer jener Sätze, nach denen niemand nachfragt und die doch im Raum hängen bleiben. Solche Sätze haben eine eigentümliche Wirkung. Sie klingen nicht wie ein Einwand, sondern wie eine Einordnung. Kein Widerspruch im Detail, kein Hinweis auf eine Passage – sondern eine atmosphärische Diagnose.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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