Die Arbeitswelt gehört nicht unbedingt zu den bevorzugten Sujets deutscher Spielfilme – anders als bei den britischen Regisseuren Mike Leigh und Ken Loach, die dem Alltag der arbeitenden Bevölkerung seit Jahrzehnten ihre Filme widmen: Leigh mit lakonischer Milieubeobachtung („Meantime“, 1984; „All or Nothing“, 2002), Loach mit sozialkritischer Haltung („I, Daniel Blake“, 2016; „Sorry We Missed You“, 2019).
Schöne neue Arbeitswelten
Der Arbeitsplatz ist im deutschen Spielfilm selten ein zentrales Thema. „Ich verstehe Ihren Unmut“ und „Sommer auf Asphalt“ zeigen, dass daraus sehr unterschiedliches Kino entstehen kann: vom konzentrierten Sozialdrama bis zum tragikomödiantischen Beziehungskino.
