„Was wäre, wenn ihr selbst die Fremden wäret?“ Mit diesem Satz stellte Shakespeare den Londonern die Lage von Vertriebenen vor Augen. Brandt Andersen zitiert ihn gleich zu Beginn seines Spielfilmdebüts „Das Los des Fremden“ („I Was a Stranger“). Kein Motto, eher eine Absichtserklärung. Andersen, als Produzent von Hollywoodfilmen wie „Everest“ oder „American Made“ bekannt, tritt hier als engagierter Filmemacher hinter die Kamera. „Das Los des Fremden“ erzählt von syrischen Flüchtlingen anhand von fünf miteinander verknüpften Einzelschicksalen.
Fluchtschicksale in Nahaufnahme
„Das Los des Fremden“ blickt auf einzelne Schicksale hinter der Flüchtlingsstatistik. Der Film ist stark, wenn er nah bei seinen Figuren bleibt – und schwach, wenn er seine Botschaft transportieren will.
