Schon in ihrem ersten Film setzte sie sich mit dem Leben ihrer Mutter auseinander. Damals, 1975, drehte die Autorin und Regisseurin Jutta Brückner (Jahrgang 1941) den dokumentarischen Filmessay „Tue recht und scheue niemand“. 1980 folgte „Hungerjahre“ über ihre eigene Jugend in den 1950er-Jahren. „Ich hatte damals das Gefühl“, sagt sie heute, „mit diesen beiden Filmen, die sich zueinander verhalten wie die beiden Seiten einer Medaille, sei dieses Thema für mich auserzählt.“ Im Laufe der Zeit habe sie aber begriffen, dies sei nicht der Fall. Deshalb verarbeitete sie den Stoff später in einem Roman und nun erneut in einem Film: „Im Spiegel meiner Mutter“.
Die Unbekannte im Spiegel
Traumata der Kindheit: Jutta Brückners Film verbindet Familiendrama und Erinnerung.
