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Der Kreml-Herrscher mit dem toten Blick 

Russland, Oligarchen und die Geburt einer postmodernen Autokratie: Assayas’ Film über den „Magier im Kreml“ bleibt trotz großer Schauspielkunst unter seinen Möglichkeiten. 
Beim Aufstieg Wladimir Putins (Jude Law, links) spielt Vadim Baranov (Paul Dano) als Stichwortgeber und „Magier im Kreml“ eine herausragende Rolle.
Foto: Constantin Film | Beim Aufstieg Wladimir Putins (Jude Law, links) spielt Vadim Baranov (Paul Dano) als Stichwortgeber und „Magier im Kreml“ eine herausragende Rolle.

Man stelle sich einen Film vor, der vom Aufstieg Wladimir Putins erzählt – und doch nicht eigentlich von Putin handelt. Einen Film, in dem die eigentliche Hauptfigur nicht „der Zar“ ist, sondern der Mann im Halbdunkel neben ihm: Stichwortgeber, Arrangeur, Zyniker, Illusionist. Olivier Assayas’ „Der Magier im Kreml“ ist ein solcher Film: weniger ein Putin-Porträt als eine Studie über Macht in ihrer modernen, schillernden und manipulativen Form.  Assayas verfilmt Giuliano da Empolis Erfolgsroman als Politdrama von beträchtlicher Eleganz und offenkundigem Ehrgeiz. Im Zentrum steht Vadim Baranov (Paul Dano), eine fiktive Figur, die unverkennbar an Putins langjährigen Berater Wladislaw Surkow angelehnt ist, ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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