Wenn in der Karwoche Jesusfilme über die Leinwand flimmern, kehrt eine alte Frage zurück. Darf das Leben, Leiden und Sterben Christi überhaupt Kinostoff sein? Oder verfehlt der Film gerade dort seinen Gegenstand, wo der Glaube vom Mysterium der Menschwerdung, des Kreuzes und der Auferstehung lebt? Die Debatte stellt sich neu, wenn Mauro Borrellis „Das letzte Abendmahl“ an Gründonnerstag und Karfreitag in deutschen und österreichischen Kinos läuft – und erst recht im Blick auf Mel Gibsons geplante Fortsetzung der „Passion Christi“, die 2027 in zwei Teilen erscheinen soll, sowie auf den Erfolg der Serie „The Chosen“.
Der Glaube aus dem Kinosessel
Darf Christus Kinostoff sein? Die christliche Kunst hat Leben und Leiden Jesu von Beginn an dargestellt. Doch das Kino ist mehr als bewegte Malerei – mit Chancen und Risiken.
