Vaterschaft in einem schmerzhaften und zugleich hochpolitischen Drama: Im Mittelpunkt von „A Missing Part“ steht Jay (Romain Duris), dem das Kind durch ein Rechtssystem entzogen wird, das lange kaum Raum für geteilte Elternschaft ließ. Jay lebt seit Jahren in Tokio, arbeitet nachts als Taxifahrer, spricht fließend Japanisch und hat sich den Regeln seiner Umgebung äußerlich angepasst. Doch diese Anpassung bleibt fragil. Er ist und bleibt ein Fremder, ein Gaijin, in einer Gesellschaft, deren Diskretion und Höflichkeit auch abweisend wirken können. Mitdrehbuchautor und Regisseur Guillaume Senez macht daraus weder ein kulturkritisches Pamphlet noch eine Anklage gegen Japan, sondern zeigt präzise, wie ein Mensch an einem ...
Auf der Suche nach dem verlorenen Kind
Ohne Kitsch und falsche Sentimentalität: „A Missing Part“ erzählt von der schmerzhaften Suche eines Vaters nach seiner Tochter – in einem Japan jenseits aller Exotik.
