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Zu Besuch bei Emil Nolde

Bericht einer Bilderreise.
„Herbstblumen (A)“, Gemälde 1931.
Foto: © Nolde Stiftung Seebüll | „Herbstblumen (A)“, Gemälde 1931.

In den letzten Jahren umstritten wegen seiner Verstrickungen in die Ideologie des Dritten Reichs, gilt der Maler Emil Nolde dennoch als überragende Künstlerfigur des norddeutschen Expressionismus – mit anhaltender, internationaler Strahlkraft. Schon die Anreise nach Seebüll hat eine besondere Wirkung auf Psyche und Kreislauf. Ich unternahm sie per Bahn bis Klanxbüll, von dort mit dem Bus zur Haltestelle Nolde-Museum, dann 250 Meter zu Fuß zum Nolde-Haus. Die Weite der Landschaft im äußersten Norden unseres Landes, drei Kilometer vor der dänischen Grenze, führt unmittelbar zu einer immensen Entschleunigung, zu spürbarer Ruhe und Gelassenheit.

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