Kant unterscheidet zwischen empirischen Interessen im Dienst des Eigennutzes und dem moralischen Interesse an der Befolgung des Sittengesetzes. Erstere verstehen sich von selbst: Es bedarf keiner weiteren Erklärung, warum ich an meinem eigenen Wohlergehen interessiert bin. Aber wie kommt es, dass ich ein Interesse daran aufbringe, mich moralisch gut zu verhalten? Kant war davon überzeugt, dass dies unerklärlich sei. Er hielt es für unmöglich, „ein Interesse ausfindig und begreiflich zu machen, welches der Mensch an moralischen Gesetzen nehmen könne“.
Woher kommt das Gute?
Für Christen ist der Urgrund von allem Guten die Liebe des ewigen Gottes. Atheisten stehen vor einem Rätsel.
