Besucher des Kulturfestivals „Weimarer Sommer 2026“ entdecken auf der anderen Ilmseite im Grünen schnell ein besonderes Kleinod, das sogleich den Blick auf sich zieht. Sein gewalmtes Dach sitzt auf wie ein eigenwillig geformter hoher Hut: Goethes Gartenhaus. Goethe war sechsundzwanzig, als er 1775 dem Ruf des erst achtzehnjährigen Herzogs Carl August folgte. Um den – dank seines „Werther“ – bereits weit über die Landesgrenzen hinaus berühmten Dichter an Weimar zu binden, zahlte der Herzog das Haus aus seiner Schatulle, d. h., der, wie anzunehmen ist, vom Steuerzahler zuvor gefüllten.
Weimarer Sommer: Ode an den Mond
Goethes Gartenhaus vermittelt ein einzigartiges Epochengefühl für die Weimarer Klassik.
