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Vom Ende der Tragik 

Was sich kein griechischer Tragiker hätte ausdenken können: Christus ermöglicht jedem Menschenleben ein "Happy End".
In der griechischen Tragödie hat der Mensch nur eine einzige Rolle: Spielball der Götter. Eine Tragädienmaske aus den 4. Jahrhundert v.Chr.
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | In der griechischen Tragödie hat der Mensch nur eine einzige Rolle: Spielball der Götter. Eine Tragädienmaske aus den 4. Jahrhundert v.Chr.

Zu den womöglich besten Erfindungen der Alten Griechen gehört die Tragödie. Und obgleich das Christentum Mannigfaltiges von den Griechen übernahm: Die Tragödie haben wir nicht übernommen! Es gibt keine Tragik im Christentum – eben das ist ja das Besondere und Einzigartige unseres Glaubens, dass wir dieser allzu menschlichen Erfahrung den Kampf ansagen. Worin besteht die Tragödie? Sie ist eine Geschichte der Ohnmacht des Helden gegen die Welt: Denken wir an Ödipus, den Spielball der Götter, der trotz bester Absicht und aller Mühe doch dazu kommen musste, seinen Vater zu morden; oder an seine Tochter Antigone, die tapfer für die Gerechtigkeit einstand und doch durch die Willkür des Tyrannen sterben musste.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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