Mitte der 1880er Jahre begannen einige junge Künstler in Paris, Farbe nicht mehr auf der Palette zu mischen. Stattdessen setzten sie reine Farbtöne in kleinen Punkten und Tupfen nebeneinander auf die Leinwand. Erst im Auge des Betrachters sollten sie sich zu leuchtenden Bildern verbinden. Diese Technik wurde als Pointillismus – vom französischen „point“, dem Punkt – bezeichnet. In ihrer Ausstellung „Seurat, Signac, Van Gogh. Wege des Pointillismus“ (2016/2017) übersetzte die Wiener Albertina die Bewegung treffend als „Punktekunst“.
Überall ein Hauch Signac
Aus einer Maltechnik wurde ein „katalysatorischer“ Gedanke, der Malerei, Wissenschaft, Musik und Gesellschaftsutopie inspirierte: „Symphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus“ im Museum Barberini.
