Die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz, Biotechnologie und digitalen Netzwerken hat eine Frage neu aufgeworfen, die in einer vom Fortschrittsoptimismus geprägten westlichen Öffentlichkeit lange als erledigt galt: Was ist eigentlich der Mensch? Trans- und posthumanistische Denkrichtungen verstehen technologische Innovation nicht mehr nur als Werkzeug zur Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen, sondern als Mittel zur grundlegenden Umgestaltung der menschlichen Natur selbst. Während der Transhumanismus eine technische Erweiterung menschlicher Fähigkeiten verspricht, entwirft der Posthumanismus eine Zukunft, in der die Grenze zwischen Mensch und Maschine zunehmend verschwimmt.
Quo vadis, humanitas?
Auch im Vatikan tut man sich schwer, über Fragen zu technischen Entwicklungen letztgültig zu entscheiden. Mittelpunkt bleibt der Mensch.
