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Qual und Glück der Stille

Der flämische Dichter Felix Timmermans fand aus tiefster existenzieller Not zum beglückenden Einverständnis mit der Schöpfung.
Ein Flame durch und durch, deutschfreundlich sein Kulturverständnis: Der Pfeifenraucher Felix Timmermans an seinem Schreibtisch, an der Wand ein Deutscher Kalender (1926).
Foto: Archiv | Ein Flame durch und durch, deutschfreundlich sein Kulturverständnis: Der Pfeifenraucher Felix Timmermans an seinem Schreibtisch, an der Wand ein Deutscher Kalender (1926).

Quälende Stille ist das prägende Gefühl in der Novellensammlung, die der erst 23-jährige Felix Timmermans 1909 schrieb und als sein erstes viel beachtetes Werk im Folgejahr unter dem Titel „Schemeringen van de dood“ (Dämmerungen des Todes) veröffentlichte. Schwer lasten des Todes Schatten Beängstigend liegt die Stille in diesen Texten als Vorahnung des Todes „wie bleierne Luft auf dem Herzen“. Die Pendelschläge der Wanduhr haben den Klang bedrohlich näherkommender Schritte. Auch in der Ruhe der Natur zeigt sich nur der Tod. Die Bäume der Allee, die zu einem einsamen Haus führt, sind „seelenlos“, und um das Haus kreisen nachts Krähen mit unheilvollen Rufen. Blätter fallen „wie tote Vögel“ ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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