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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Interview mit Foucault-Forscher Philipp Sarasin

Michel Foucalt – Godfather of woke?

Am 15. Oktober wäre Michel Foucault 100 Jahre alt geworden. Der Foucault-Forscher Philipp Sarasin über den liberalen Grundimpuls des französischen Denkers und die falsche Vereinnahmung durch linke Identitätspolitiker.
Michel Foucault um 1970
Foto: IMAGO / TT | Ein charismatischer Denker, der sich schwer in eine Schublade stecken lässt: Michel Foucault um 1970.

Herr Sarasin, durch Michel Foucaults Werk scheint sich eine Frage zu ziehen: Wer bestimmt darüber, wie der Einzelne zu leben hat? Ja, die tiefste Kontinuität ist im Grunde seine persönliche Frage: Wie kann ein Arzt, ein Priester, ein Richter, ein Polizist, ein Gefängnisaufseher – oder wer es auch sein mag, der Macht ausübt – mir sagen, wie ich zu leben habe? Was ist das für ein „Gesetz“, das angeblich mein Leben organisieren soll? Im Gefängnisbuch von 1975 untersucht er daher, welche disziplinierenden Kräfte auf das Subjekt einwirken, um es überhaupt als solches hervorzubringen. Und im Spätwerk fragt er, schon deutlich anders gewendet: Welche Techniken gibt es, um mich in den Freiräumen oder Lücken der Macht ein ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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