Es ist wahrlich ein Schauspiel von biblischem Ausmaß, das sich derzeit an unseren Küsten vollzieht, ein Tsunami der Tränen, der über die Deiche der Vernunft schwappt und das Land in eine kollektive, salzwassergetränkte Trance versetzt. Die Rede ist – wie könnte es anders sein – von „Timmy“, jenem Buckelwal, dessen Schicksal die Nation mehr zu bewegen scheint als jede Rentenreform, jede Bildungskrise oder die schiere Endlichkeit des eigenen Seins.
Mensch zuerst, Wal danach
Ein bizarrer „Bio-Biedermeier“: Was es über eine Gesellschaft aussagt, wenn sie mehr Energie in die Rettung eines gestrandeten Tiers steckt, statt in den Dienst an den eigenen Schwachen. Ein Gastbeitrag.
