Warum werden die Bühnen dieser Republik in der Regel von Leuten geführt, die deren Tradition zumindest skeptisch beäugen? Mit Intendanten, die in Mozart-Opern tilgen, was ihnen nicht zeitgemäß erscheint? Und Intendantinnen, die zwar öffentlichkeitswirksam eine unliebsame Büste entfernen lassen, aber bei antisemitischen Protesten auf dem Theaterplatz schweigen? Für jemanden, der seit Jahren in den Strukturen des Stadttheaters arbeitet und das System grundsätzlich schätzt, stellt sich die Frage, warum der Betrieb immer mehr zum politischen Handlanger wird, anstatt für die Freiheit der Kunst einzustehen. Es soll hier nicht um anekdotische Evidenz gehen. Wilde Geschichten über den Theaterbetrieb könnten endlos ...
Kultur im Würgegriff
Politischer Handlanger statt freie Bühne: Am Stadttheater zeigt sich, wie stark linke Ideologie das deutsche Kulturleben beeinflusst.
