Eigentlich hätte die Überschrift zu diesem Text „Jedem das Seine: auch in der Bildung“ heißen sollen, aber das schien dann doch zu gewagt. Nicht, weil es inhaltlich falsch wäre, sondern weil das allgemeine Ausmaß an Unbildung so weit gediehen ist, dass viele heute bei „Jedem das Seine“ nur noch die Assoziation haben dürften, dass das irgendwie „Nazi“ ist. Richtig: „Jedem das Seine“ war als Schriftzug am Tor des NS-Konzentrationslagers Buchenwald angebracht. Dort diente der Satz der Verhöhnung der Inhaftierten, sie hätten ihr schreckliches Los, ihre eigene Vernichtung, verdient.
Jedem das Gleiche?
Chancengleichheit als Mittel gegen die Bildungsmisere? Diesen Mythos demontieren Mathias Brodkorb und Klaus Zierer in ihrem neuen Buch.
