Seit fast 3.000 Jahren hält ihre Wirkmacht an: Homers „Odyssee“. Monströse Ungeheuer, göttliche Eingriffe, Gefahren auf See: Im Mittelpunkt steht ein Mann, der nach langen Jahren der Abwesenheit zu Hause wieder seinen Platz finden muss. Der Name des Odysseus ist längst zur Chiffre geworden, zu einer vielschichtigen Metapher. Im Deutschen bezeichnet eine „Odyssee“ jede lange und beschwerliche Reise, deren Verlauf sich kaum überblicken lässt. Das Wort fällt häufig, wenn Menschen von einer Flucht über gefährliche Routen berichten, an Grenzen festgehalten werden oder über Jahre in provisorischen Unterkünften leben. Odysseus selbst ist kein Migrant im heutigen politischen oder rechtlichen Sinne. Er kehrt als ...
Heimkehr, wenn alles anders ist
Lehrstück „Odyssee“: Erneuerte Beziehungen in erneuerter Rolle.
