Manche Geschichten sind wahr und doch so unglaubwürdig, dass sie als Märchen erzählt werden müssen. Zum Beispiel diese: Ende der 1990er-Jahre lebte Kim Jong-un, der heutige Diktator Nordkoreas, in Bern und besuchte hier die Schule. Zwischen seinem zwölften und 16. Lebensjahr verbrachte er prägende Jahre in dieser wunderschönen Stadt und lernte wohl auch ein bisschen Berndütsch. Kann ein Mensch, der „Bisch ä Gigu!“ sagt, wenn er jemanden beschimpft, ein Monster sein? Steckt in dem Herrscher dieser orwellschen Autokratie womöglich ein Bünzli? So nennt man in Bern einen Biedermann.
Es war einmal
Schreibt Kim Jong-un seinem Schweizer Sportlehrer eine Einladung... Journalist Tom Kummer ist - als Diktatorenbiograph - ins Licht der Öffentlichkeit zurückgekehrt. Sein neues Buch ist die Lektüre wert.
