„Das Leben zerfällt in zwei Teile: das Schreckliche und das Unglückliche.“ Den vielzitierten Satz spricht Alvy Singer, Woody Allens Alter Ego in „Annie Hall“ (deutscher Titel: „Der Stadtneurotiker“, 1977), dem Film, mit dem Allen seine unverwechselbare Handschrift fand. Wieviel Autobiografisches darin steckt, sei dahingestellt – die skeptische Lebenssicht zieht sich durch sein Werk. Geboren am 1. Dezember 1935 in Brooklyn, New York, als Allan Stewart Koenigsberg, begann Allen als Stand-up-Komiker und Fernsehautor; unerwartet avancierte er zu einem der großen Chronisten des 20. Jahrhunderts.
Er brachte das Denken zum Lachen – und das Lachen zum Denken
Woody Allen wird 90. Zwischen Slapstick, Philosophie und Jazz hat er die Komödie zur moralischen Denkfigur erhoben – und dabei einen Ton geschaffen, der im heutigen Kino fast verloren gegangen ist.
