Der jüngste Schlagabtausch zwischen dem Vatikan und Mar-a-Lago markiert mehr als nur einen diplomatischen Eklat; er ist die endgültige Demaskierung eines narzisstischen Messianismus, der keine Götter neben sich duldet – und erst recht keine Stellvertreter Gottes, die die Aufmerksamkeit des Publikums beanspruchen. Was sich in der Kontroverse zwischen Papst Leo XIV. und Donald Trump sowie in dessen jüngster bildlicher Selbstinszenierung offenbart, ist der Gipfel einer grotesken Transformation: Ein politischer Akteur, der in seiner irrlichtenden Hybris nicht mehr nur König oder Papst sein will, sondern sich als sakraler Heiland geriert, während er gleichzeitig eine tiefe Verachtung für jene religiösen Anhänger offenbart, die er ...
Donald Trumps Maske der Heiligkeit
Die verbalen Ausfälle gegen Papst Leo und die bildliche Selbstinszenierung demaskieren Trumps blasphemisch-narzisstischen Messianismus, der keine Götter neben sich duldet. Ein Gastkommentar.
