Eine ebenso begrüßenswerte wie problematische Eigenschaft der Internetkommunikation liegt darin, dass sie völlig Unbekannte von gestern auf heute zu weltweit bekannten Personen werden lässt. Wie der so „Beglückte“ mit seinem unerwarteten Ruhm umzugehen weiß, ist dabei mitunter eine gute Charakterprobe. Wenige Lebensläufe illustrieren das besser als der des am vergangenen Donnerstag verstorbenen Schauspielers Chuck (bürgerlicher Name Carlos Ray) Norris. 1940 in eine Familie von Cherokee-Nachfahren im US-Staat Oklahoma geboren, wuchs er an verschiedenen Orten im amerikanischen Westen auf. Der Militärdienst führte ihn 1960 nach Südkorea, wo er den asiatischen Kampfsport für sich entdeckte und schnell in die Spitzenriege seiner ...
Der Glaube gab ihm Kraft, nicht zur bloßen Kunstfigur zu werden
Er war mehr als der erste „Held“ der neuen Meme-Kultur der 2000er-Jahre: Der verstorbene Schauspieler war auch eine charakterstarke Persönlichkeit und gläubiger Christ.
