Unter Zuhörern entsteht bisweilen eine erstaunliche Unruhe, wenn man sich zum Erweis völlig harmloser politischer Thesen auf Carl Schmitt beruft. „Das sollte man nicht machen!“ Zugegeben, Schmitt war und bleibt eine streitbare Figur, und selbst wenn man über die gewichtigen Anschuldigungen gegen seine Rolle im Nationalsozialismus hinwegsieht, offenbart spätestens ein kurzer Blick in seine Tagebücher, mit welchem (oft abstoßenden) Typ Mensch man es zu tun hat … Nichtsdestotrotz: Es liegt ein politisch bildender Wert darin, auch die verpönten Autoren zu lesen!
Aus der Verdammung hat er doch recht
Die Kraft des demokratischen Gefühls entscheidet für Carl Schmitt über die Akzeptanz unseres Systems.
