Manche Ausstellungen betreten einen Raum, der längst bereitet ist. In Gelsenkirchen gilt das in besonderem Maß. Wer hier über Arbeit, Streik und Solidarität spricht, bewegt sich auf historisch aufgeladenem Boden. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen nimmt diese Lage mit „Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf“ auf und öffnet den Blick zugleich auf internationale Konflikte um Arbeit und Anerkennung. Die von Julia Höner und Friederike Sigler kuratierte Schau wird während der Manifesta 16 Ruhr gezeigt und läuft vom 13. Juni bis zum 4. Oktober. Sie behandelt Arbeitskampf als ästhetische, soziale und moralische Frage.
Arbeit, die zum Himmel schreit
„Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen zeigt, wie Kunst seit mehr als hundert Jahren auf Streiks, Ausbeutung und prekäre Arbeitsbedingungen reagiert. Die Schau verbindet das Ruhrgebiet als historische Industrieregion mit Debatten über Lohn, Sorgearbeit und Kultur.
