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Als der Glaube notwendig wurde

Von der Gottesfurcht zur inneren Gewissheit: Was biblische Figuren über die Entwicklung des Glaubens verraten.
Seine Geschichte verändert, was man unter Glaube versteht: Hiob, gequält von bösen Geistern, dargestellt von Cornelis Saftleven.
Foto: A.Fischer/H.Kohler | Seine Geschichte verändert, was man unter Glaube versteht: Hiob, gequält von bösen Geistern, dargestellt von Cornelis Saftleven.

Der Glaube ist eine späte Errungenschaft des menschlichen Geistes. Oft stellt man sich ihn als frühe, unentwickelte Form der geistigen Welt vor und vergleicht ihn zu seinem Nachteil mit dem Wissen, vor allem dem der modernen Wissenschaft. Aber in der Frühe des Bewusstseins gab es den eigentlichen „Glauben“ so wenig wie seinen Gegenspieler, den Zweifel. Für das antike Judentum war der Glaube als mentale Haltung noch nicht das Entscheidende der religiösen Lebenspraxis; er verstand sich von selbst. Eher wirkte die Religion in einer geteilten Sittlichkeit, in der Befolgung der Gebote. Adam hatte keinen „Glauben“ in unserem Sinn, da er ja mit Gott sprach. Und Abraham tat, als er aus seiner Heimat fortzog, „wie ...

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