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Kardinal Müller: „Eine theologische Barbarei“

Die Papsttitel im jüngsten Jahrbuch des Vatikans nur noch als Fußnote: Wesentliche Elemente der katholischen Primatslehre als bloß historisches Beiwerk abzuwerten, verstößt gegen das Recht der Katholiken, das Papsttum im Licht des Zweiten Vatikanums zu begreifen.
Die Papsttitel als Fußnote
Foto: Yara Nardi (REUTERS/AP) | Ein Blick in die Texte des Zweiten Vatikanums über die verbindliche katholische Lehre vom Papst als oberstem Hirten der Kirche hätte die Redakteure des „Annuario Pontificio“ 2020 vor der Peinlichkeit bewahrt, wesentliche Elemente der katholischen Primatslehre als bloß historisches Beiwerk abzuwerten.

Das „Annuario Pontificio“ 2020 wird vom Staatsekretariat herausgegeben und in der Libreria Vaticana veröffentlicht. Es handelt sich nur um ein Adressbuch und entbehrt jeder lehramtlichen Autorität. Es sollten aber dennoch theologische Mängel und Flüchtigkeitsfehler vermieden werden. Diesmal sind die Wesensbestimmungen des päpstlichen Primates als bloß „historische Titel“ unter die  biographischen Daten des derzeitigen Inhabers des Petrus-Dienstes eingeordnet. Diese werden zudem vermischt mit Titeln, die gar nichts mit dem Primat zu tun haben und nur gewachsene historische, aber keine dogmatische Bedeutung haben, wie zum Beispiel „Souverän des Vatikanstaates“.

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