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Heimatrecht im Heiligen Land

In Jerusalem und im Westjordanland sehen sich friedliche Christen immer wieder mit dem Hass und der Wut ultraorthodoxer Juden konfrontiert.
Nikodemus Schnabel
Foto: Imago/ZUMA Press Wire | Wird in der Altstadt von Jerusalem häufig angespukt und angepöbelt: Abt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei.

Diesmal traf es die Armenier. Mindestens sechs Jugendliche bewarfen die armenische Kirche in der Altstadt von Jerusalem mit Steinen und bespuckten sie. Das ist weder ein Einzelfall noch mit jugendlichem Übermut zu erklären. Immer wieder werden christliche Kirchen in Israel beschmiert oder beschädigt, werden Ordensleute und Priester verbal und körperlich attackiert, beschimpft, bespuckt, zu Boden gestoßen und getreten. Die Täter sind ultraorthodoxe Juden, die Israel und vor allem Jerusalem als exklusiven Besitz der Juden sehen. Dieser Logik folgen israelische Regierungsvertreter, die das besetzte Westjordanland als „Judäa und Samaria“ bezeichnen, weil sie das Heimatrecht der dort lebenden Palästinenser schlicht bestreiten.

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