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Geistliche Gemeinschaften: Auch Vertrauen braucht Distanz

Neue geistliche Gemeinschaften haben oft unfertige rechtliche Strukturen. Oft halten charismatische Gründer alle Fäden in der Hand. Einseitige Machtverhältnisse können Missbrauch begünstigen, wenn die Existenz der Sünde aus dem Blick gerät.
Bieten neue geistliche Gemeinschaften ein Klima für Missbrauch?
Foto: Corinne Simon (KNA) | Intensive persönliche Frömmigkeit und überdurchschnittlich viele junge Menschen sind die Stärken vieler neuer Bewegungen. Mit Webfehlern ist aber auch zu rechnen.

Als Benedikt XVI. im Jahr 2019 in seinem bemerkenswerten Beitrag zur Missbrauchskrise darauf hinwies, dass die 68er-Bewegung mit der Propagierung sexueller Freizügigkeit auch zur Vermehrung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bereich der Kirche beigetragen habe, hat dies bei manchen Zeitgenossen empörten Widerspruch ausgelöst. Mit solchen Reaktionen konnte man rechnen. Die Wortmeldung des emeritierten Papstes wurde dabei gar nicht so sehr als eine Art unpassender Entschuldigung klerikaler Straftäter kritisiert, sondern als eine nachgerade unanständige Kritik der vorherrschenden gesellschaftlichen Strömungen eingestuft.

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