Ein Blick ins Innere der ehemaligen Papstresidenz

Der Lateranpalast hat seine Türen als Museum für Besucher geöffnet. Die ehemaligen Privaträume überraschen in ihrer Schlichtheit: ein Symbol, dass auch der Papst letztlich Diener Gottes und der Menschen ist. 
Lateranpalast.
Foto: Veronika Wetzel | Die Räume sind von großer Schönheit und Schlichtheit . Einblicke in die Papstwohnung im Lateranpalast.

Den Blick immer nach oben gerichtet. So sollte man seinen Besuch im Lateranpalast am besten wahrnehmen. Denn die prunkvollen Deckengemälde sind das, was die ehemalige Papstresidenz auszeichnet. Selbst in den Privatzimmern des Papstes, die ansonsten schlicht ausgestattet sind, weil sie den Papst daran erinnern sollten, dass auch er letztlich ein einfacher Priester ist, der Gott und den Menschen dienen soll, dürfen die Deckenverzierungen nicht fehlen, die verschiedene biblische Geschichten erzählen.

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Der Blick nach oben war wohl genau die Absicht der Künstler. Leben mit Blick auf das ewige Leben, auf das große Ziel. 
Der Palast diente rund 1000 Jahre als Residenz der Päpste – bis zum Exil der Päpste in Avignon. Danach entstand der neue Papstsitz am Grab des heiligen Petrus – im Vatikan. Das Grundstück, auf dem der heutige Palast steht, war Papst Melchiades von Kaiser Konstantin geschenkt worden. Der Name „Lateran“ leitet sich von der früheren Besitzerfamilie des Landes „Lateran“ ab. Darauf entstanden der Amtssitz sowie die Bischofskirche der Päpste.

Am 13. Dezember 2021 hat die ehemalige Papstresidenz ihre Türen für Besucher geöffnet. Die Besichtigung ist nur mit einer vorher gebuchten Führung möglich. Seit einiger Zeit unterzeichnet der Papst alle seine Dokumente vom Lateran aus, um die Verbindung zu dem historischen Ort im Herzen der ewigen Stadt zu betonen.  Dt/ vwe

Warum an dem Ort das Schicksal des Vatikans besiegelt wurde, lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost. 

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